Tagebuch

Im China Restaurant gegen Spiegel gelaufen und dem Handtuch ins Meer hinter her gerannt

Jedem passiert mal etwas peinliches, aber mich scheint das Pech manchmal nur so an zu ziehen. Ich riskiere im China Restaurant einen kurzen Blick auf den gut-aussehenden Typen am Tisch gegenüber und schon bin ich mit dem Teller gegen den Spiegel gelaufen, ganz zur Unterhaltung der umstehenden Tische. Ich möchte in Italien bloß, mit Handtuch schon umgelegt, nochmals meine Füße baden, da schmeißt mich eine Welle um. Wenn Menschen etwas peinliches passiert ist das für Umstehende häufig amüsant, und wenn dann die Person die es getroffen hat noch selbst darüber zu lachen weiß macht es sie sogar sympathisch. Allerdings dauert es eine gewisse Zeit bis man mit peinlichen Situationen umzugehen weiß, nicht immer findet man es so toll mit seiner Ungeschicklichkeit im Mittelpunkt zu stehen. Aber man muss sich für das wenigste schämen, daher dachte ich das ich heute mal über ein paar meiner Unangenehmen Situationen erzähle. Also alle Stolperhasen, macht euch besser Stichpunkte das euch nicht das gleiche passiert. xD

Familien-Ausflug. Ins China-Restaurant. Das Restaurant war wunderschön dekoriert, und hatte Spiegel die Golden umrandet waren. Die Tische an denen bereits Leuten saßen wurden in den Spiegeln reflektiert, da durch wirkte der Raum weitaus größer als er in Wirklichkeit war. Ich ging also mit meiner Familie zum Buffet und gerade als ich mir meinen Teller mit verschiedenen gut riechenden Speisen gefüllt hatte, fiel mein Blick auf diesen Jungen. Er hatte dunkle Haare und sein Lächeln sah so wunderschön sympathisch aus. Kennt ihr das wenn ihr jemanden mögt und da sein wollt weil ihr ihn/sie wirklich attraktiv findet, aber auch gleichzeitig im Boden versinken wollt weil ihr euch zu hässlich für die Situation fühlt? (Ja das war zu der zeit wo ich mit meinem Aussehen noch nicht im Reinen war). Jedenfalls dachte ich das ich ihm etwas unauffällig folgen kann, also nur am Buffet versteht sich. Abgelenkt wie ich war, realisierte ich jedoch zu spät das sein Weg schon gar nicht mehr um die einzelnen Essensplatten herum verlief, sondern strikt zu dem Tisch an dem er mit seiner Familie aß. Das war weit weg von meinem Tisch und als ich sah das er sich setzte und den Leuten am Tisch klar wurde das ich ihm gefolgt sein musste. (Die zwei Frauen ihm gegenüber sahen mich fragend an :)) Lächelte ich bloß, drehte um und ging mit erhabenen Schritten um die Situation zu retten einfach wieder zurück. Klar was auch sonst, Handy raus holen und so tun als hätte man sich verlaufen aufgrund der Anweisung der imaginären Person auf der anderen Seite der Leitung? In einem Restaurant? Mit den Händen voll mit Essen? Haha. In Gedanken mich selbst am ohrfeigen wie ich so dumm sein konnte, ging ich also zurück in Richtung meines Sitzplatzes. Völlig versunken in meiner Hetze gegen mich selbst, bemerkte ich nicht das ich dieses mal geradewegs auf einen Spiegel zu lief. Wie es kommen musste lief ich dagegen. Ouch. Naja es tat nicht wirklich weh, die Aufmerksamkeit jedoch war jedes Ouch wert. Zum Glück hatte es dem Essen bis auf verrückten Reis auf dem Teller nicht geschadet. Was tut man in so einer Situation? Wie ich alles ignorieren und rot anlaufend zurück gehen wohl besser nicht. Aber das wusste ich da eben noch nicht besser.

Wenig später waren wir in Italien, Sommer Urlaub. Wunderschöner Strand. Eltern mit ihren Kindern, wie auch ich mit meinen dort war. Natürlich war der Strand voll. Wir hatten eine ganze Weile im Wasser verbracht und uns anschließend wieder angezogen.

Eigentlich wollten wir auch gerade wieder zurück zum Ferienhaus gehen, als mir erneut etwas passierte. Meine Haut war schon wieder getrocknet und ich saß mit Handtuch um die Schultern gewickelt, normal angezogen bei meiner Familie. Da dachte ich das ich bevor wir gehen, nochmals meine Füße im Wasser kühlen möchte. Also stapfte ich mit meinen kunterbunten Gummi-Flip-Flops los und zurück ins Wasser. Es war nicht tief, daher waren auch viele andere Kinder dort am spielen. Ich ging tiefer und tiefer hinein, meine kurze Hose wurde ja schließlich nicht nass (You think bi*** xD) Das Handtuch das ich um meine Schultern gelegt hatte, das dafür sorgte das meine langen Haare das T-Shirt nicht nass machten, war wenig später ebenfalls sinnlos. Ich ging also friedlich und nichts ahnend tiefer ins Wasser, als in dem Sand plötzlich einer meiner Flip-Flops stecken blieb, wenig später floss er an der Wasseroberfläche vor mir weg. Ich folgte ihm mit schnellen Schritten gegen das Wasser ankämpfend und fing ihn rechtzeitig ab. Meine Hose war nur ganz leicht am unteren Rand nass geworden. Glück gehabt! Doch das Glück wollte nur mit mir spielen. Denn kaum hatte ich lächelnd den Schuh in der Hand, haute mich eine Welle voll um. Ich rappelte mich mit völlig durchnässter Kleidung auf. Wo kam die denn jetzt her? Wenigstens hatte ich beide Schuhe noch. Doch mit dem nächsten Blick musste ich feststellen das mir das Wasser etwas anderes entrissen hatte, mein Handtuch! Erneut machte ich wilde, und absolut laaaangsame Schritte entgegen dem Wasser um den Stoff ein zu fangen. Was mir schließlich auch gelang. Als ich dann endlich mit allem aus dem Wasser draußen war, wurde mir erst bewusst wie viele Menschen die Show gesehen hatten. Manche Kinder sahen zu mir, aber auch Eltern die eine Mischung aus amüsierten und fragenden Blicken aufgesetzt hatten. Es hatte jedoch leider keiner mit gefilmt, sonst wäre das jetzt wenigstens auch amüsant für mich und hätte sich gelohnt. Naja.

Also, falls euch das Nächste mal etwas unangenehmes passiert, denkt daran das es nicht schlimm ist. Versucht einfach mit zu lachen und die Situation leicht zu nehmen. Denn im Nachhinein wird euch auffallen das ihr lockerer werdet. Danke fürs lesen meines Artikels, in den Kommentaren habt ihr wieder die Möglichkeit auch eure Geschichten zu teilen. 🙂
Man liest von sich, Naima.

2 Kommentare

  • LeeZa

    Oh ja, von peinlichen Situationen kann wahrscheinlich jeder ein Lied singen. Wie gut, wenn man sie – wie Du – mit Humor zu nehmen weiß. Und dann auch noch witzig darüber schreibt. Schade, dass es kein Filmmaterial gibt, aber das Kopfkino dazu ist auch nicht schlecht… 😉

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.